Vorbildgetreue Zugtrennung a la ICE

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Magnesium
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Vorbildgetreue Zugtrennung a la ICE

Beitrag von Magnesium »

Da ich mich bisher mehr mit Straßenbahnen, Bussen und vielleicht U-Bahnen (und im Grenzfall S-Bahnen) in meinen Netzen beschäftigt habe, kamen Zugtrennungen bei mir bisher nicht wirklich vor. Nun habe ich allerdings angefangen ein Netz zu bauen, dass zu einen gutem Teil auch die "grosse" Eisenbahn darstellen soll und da gibt es dann natürlich auch einen Fernverkehr mit ICEs, welche zu allem Überfluß teilweise auch geflügelt werden sollen!

Grundsätzlich ist das Trennen und Kuppeln am Bahnsteig ja mit Rangierpunkten alles kein Problem und das "permissive Fahren" erleichtert mir auch ein wenig den Signalbau, allerdings gibt es ein Problem, welches mich doch sehr stört: In der Realität kommen die gekuppelten Halbzüge im Bahnsteig an, werden getrennt, der erste Zugteil fährt ab und der zweite Zugteil bleibt bis zu seiner Abfahrt (z.B. 5 Minuten später in Hannover Hbf) genau da stehen, wo er seit seiner Ankunft im Zugverband stand.

In Bahn jedoch setzen sich die getrennten Zugteile gleichzeitig in Bewegung, was optisch doch sehr unschön ist, wie ich finde und ich habe lange nachgedacht und die Rangieroptionen betrachtet, aber keinen Weg gefunden dieses Verhalten zu ändern! Die beste Idee, die ich bisher hatte war noch immer einen zusätzlichen Taktpunkt so zu setzen, dass der zweite Zugteil so schnell wie möglich wieder gestoppt wird, aber selbst das ist mindestens schon mal ein 1 Symbol Fahrt (und in meinem Maßstab somit 12,5m). Gibt es einen Weg die Trennung in Bahn realitätsnäher darzustellen?

Das Kuppeln ist hingegen schon halbwegs schön darstellbar, wobei das auch noch nicht perfekt ist. Hier habe ich es bisher so gelöst: 1. Zugteil erreicht Rangierpunkt und geht dort in Kuppelzustand über, der zweite Zugteil wird bis zur Abfahrtszeit des Zugverbandes durch einen Taktpunkt im Bahnsteig aber hinter dem 1. Zugteil aufgehalten. Ist die Abfahrtszeit erreicht fährt der 2. Zugteil los und kuppelt mit dem ersten (mit 0 Kuppelzeit) als Verband weiter. Schöner wäre auch hier 1. Zugteil wartet, 2. Zugteil kuppelt an und der Verband fährt dann erst zu Fahrplanzeit los. Aber vielleicht kennt ja auch hier jemand eine schönere Lösung...
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micha88
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Re: Vorbildgetreue Zugtrennung a la ICE

Beitrag von micha88 »

<table width="90%" cellspacing="1" cellpadding="3" border="0" align="center"><tr> <td><span class="genmed">Zitat:</span></td></tr><tr><td class="quote">Grundsätzlich ist das Trennen und Kuppeln am Bahnsteig ja mit Rangierpunkten alles kein Problem und das "permissive Fahren" erleichtert mir auch ein wenig den Signalbau, allerdings gibt es ein Problem, welches mich doch sehr stört: In der Realität kommen die gekuppelten Halbzüge im Bahnsteig an, werden getrennt, der erste Zugteil fährt ab und der zweite Zugteil bleibt bis zu seiner Abfahrt (z.B. 5 Minuten später in Hannover Hbf) genau da stehen, wo er seit seiner Ankunft im Zugverband stand.

In Bahn jedoch setzen sich die getrennten Zugteile gleichzeitig in Bewegung, was optisch doch sehr unschön ist, wie ich finde und ich habe lange nachgedacht und die Rangieroptionen betrachtet, aber keinen Weg gefunden dieses Verhalten zu ändern! Die beste Idee, die ich bisher hatte war noch immer einen zusätzlichen Taktpunkt so zu setzen, dass der zweite Zugteil so schnell wie möglich wieder gestoppt wird, aber selbst das ist mindestens schon mal ein 1 Symbol Fahrt (und in meinem Maßstab somit 12,5m). Gibt es einen Weg die Trennung in Bahn realitätsnäher darzustellen?</tr></td></table>Wenn man statt dem Taktpunkt ein Signal samt einer Signalanlage mit Zeiteinstellung verwendet, fährt der Zug nicht noch ein Element vor, sondern bleibt vorm Signal stehen.

Ich würde aber trotzdem lieber, wie von dir beschrieben, einen Taktpunkt benutzen, da das einfacher ist...
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Jan Eisold
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Re: Vorbildgetreue Zugtrennung a la ICE

Beitrag von Jan Eisold »

Hallo,

es gäbe noch eine andere Option: Wenn man den Zug bereits während der Fahrt trennt (also bevor die Zugspitze ihren Taktpunkt erreicht hat). Dann muss man "nur" noch den Taktpunkt für den zweiten Zugteil richtig positionieren (so, dass er direkt hinter dem Schluss des ersten Teils liegt). Beide Zugteile kommen dann an einem TP zum Stehen und fahren auch erst bei Erreichen der jeweiligen Abfahrtszeit wieder los. Nachteil: Es ist leider so, dass der Zug am Bahnsteig erstmal kurz anhält, getrennt wird und dann beide Teile noch bis zu ihren TPs fahren (Trennen während der Fahrt bei Trennzeit = 0 kann BAHN nicht, warum eigentlich ?). Naja, irgend ein Manko haben scheinbar alle Varianten... [img]icon_rolleyes.gif[/img]

MfG Jan
Zuletzt geändert von Jan Eisold am Samstag 27. Oktober 2007, 23:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Sascha Claus
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Re: Vorbildgetreue Zugtrennung a la ICE

Beitrag von Sascha Claus »

Tagchen,<table width="90%" cellspacing="1" cellpadding="3" border="0" align="center"><tr> <td><span class="genmed">Zitat:</span></td></tr><tr><td class="quote">(Trennen während der Fahrt bei Trennzeit = 0 kann BAHN nicht, warum eigentlich ?)</tr></td></table>
weil es nur in der Mark der Dänen erlaubt ¡st? [img]icon_rolleyes.gif[/img] Setzt man vorher die Beschleunigung auf 0, erspart man sich wenigstens das wieder anfahren und hat nur einen Ruck als wäre der Tf von der Kupplung abgerutscht. [img]icon_wink.gif[/img] Zurücksetzen lässt sie sich am TP wie am DWP mit (A=¿.?).
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Am faulsten sind die Parlamente, die am stärksten besetzt sind. —Sir Winston Leonard Spencer 'Winnie' Churchill ***
[heute 20:57:22] yenz: der sascha, siggileiin, weiss alles, man versteht ihn bloß nie
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Re: Vorbildgetreue Zugtrennung a la ICE

Beitrag von bahnfan20 »

Hi,

<table width="90%" cellspacing="1" cellpadding="3" border="0" align="center"><tr> <td><span class="genmed">Zitat:</span></td></tr><tr><td class="quote">Das Kuppeln ist hingegen schon halbwegs schön darstellbar, wobei das auch noch nicht perfekt ist. Hier habe ich es bisher so gelöst: 1. Zugteil erreicht Rangierpunkt und geht dort in Kuppelzustand über, der zweite Zugteil wird bis zur Abfahrtszeit des Zugverbandes durch einen Taktpunkt im Bahnsteig aber hinter dem 1. Zugteil aufgehalten. Ist die Abfahrtszeit erreicht fährt der 2. Zugteil los und kuppelt mit dem ersten (mit 0 Kuppelzeit) als Verband weiter. Schöner wäre auch hier 1. Zugteil wartet, 2. Zugteil kuppelt an und der Verband fährt dann erst zu Fahrplanzeit los. Aber vielleicht kennt ja auch hier jemand eine schönere Lösung...</tr></td></table>

Beim Trennen gehe ich so vor wie du, nur setze ich keinen Taktpunkt, sondern eine Haltestelle.

Beim Kuppeln aber mache ich es so: Zugteil 1 kommt an, wird am Rangierpunkt in Kuppelzustand versetzt. Zugteil 2 kommt an, fährt ca. 4 Elemente lang mit 10 km/h an den Zug ran. 1 Element vorher bleibt er an der Haltestelle mit 10s:100 kurz stehen. Dann fährt er mit 10 km/h (oder alternativ an die Haltestelle was eintragen) an Zugteil 1 und koppelt an. Mit Hilfe der Kuppelzeit kann ich einstellen, wie lange der Zug nun so halten soll. Der Zug fährt ja hoffentlich fahrplanmäßig, daher muss gar nicht mal ein Taktpunkt her.

Die Idee beim Trennen mit dem Signal ist auch gut.

Ciao

Dominik
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Magnesium
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Re: Vorbildgetreue Zugtrennung a la ICE

Beitrag von Magnesium »

Danke für eure Ideen, aber scheint wohl tatsächlich nur "fehlerhaft" darstellbar zu sein. Immerhin finde ich es beruhigend, dass ich nicht doch das Häkchen an richtiger Stelle übersehen habe. ;)

Werde dann wohl erstmal bei meiner Lösung bleiben, denn solange das Netz noch im entstehen ist (und somit der Fahrplan noch nicht final) möchte ich auf Ausfallsmeldungen gerade bei einem Manöver, wie Flügelungen nicht verzichten. Irgendwann muss man ja mal mitbekommen, wo man die Fehler gemacht hat.
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