Die Signalblöcke und der eingleisige Abschnitt

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aloysious_parker
Beiträge: 1
Registriert: Donnerstag 19. Juni 2008, 01:53

Die Signalblöcke und der eingleisige Abschnitt

Beitrag von aloysious_parker »

Frage an die Experten unter euch:

Wie sichere ich einen Gleiswechsel und eingleisigen Abschnitt über mehere Blockabstände hinweg ab - mit einer eleganten Lösung?

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Meine 2-gleisige Strecke ist in Blöcke unterteilt, jeder Block ist somit an seinen Enden mit einem Hauptsignal gesichert um eingleisigen Betrieb in beide Richtungen zu ermöglichen.
Ein Block = eine Signalanlage.
Das gilt jeweils für beide Richtungsgleise.

Die Richtungsgleise sind über die Signalanlagen nicht miteinander verbunden - sprich - zwei Blockabstände (bspw.) bestehen aus vier Signalanlagen; zwei pro Gleis.

[img]icon_question.gif[/img]
Jetzt baue ich Gleiswechsel ein: Von Gleis 1 zu Gleis 2 und zurück auf Gleis 1. Denselben Gleiswechsel baue ich fünf Blockabstände später nochmal ein.

Zug1 kommt von Gleis 1 und wird auf Gleis 2 geleitet, fünf Blockabstände (und dieverse Signalanlagen) später gehts wieder zurück auf sein Richtungsgleis 1. Wie verhindere ich, dass Zug2 auf seinem Richtungsgleis-Gleis 2, am anderen Ende der fünf Blockabschnitte, weiterfährt und somit irgendwann mit Zug1 kollidiert?

Muss ich unbedingt ein weiteres Signal setzen (sind ja eh schon genug)?

Zeitliche Beschränkungen mittels Taktpunkten fallen aus, da es eine Hauptstrecke sein soll, auf der in dichter Zugfolge diverse Linien verkehren.

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Zum besseren Verständnis ins real-life übersetzt: Auf der Berliner Stadtbahn (R&F) wird mal wieder das Gleis weggeschliffen; abends. Zwischen Bf Zoo und Bf Friedrichstr. steht nur ein Streckengleis für beide Richtungen zur Verfügung, der Lehrter Bf ist zum eingleisigen Haltepunkt degradiert. Zwischen Zoo und Friedrichstr. tummeln sich diverse Blockabstände.

Was hat DB-Netz bzw. die Netzleitstelle gebastelt, damit der RE nicht in den CNL kracht und vor allem, wie übersetze ich das - elegant - in BAHN?

Wer weis bescheid?

Ich danke euch für eure Tipps,
aloysious
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Jan Eisold
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Re: Die Signalblöcke und der eingleisige Abschnitt

Beitrag von Jan Eisold »

Moin !

<table width="90%" cellspacing="1" cellpadding="3" border="0" align="center"><tr> <td><span class="genmed">Zitat:</span></td></tr><tr><td class="quote">Was hat DB-Netz bzw. die Netzleitstelle gebastelt, damit der RE nicht in den CNL kracht... </tr></td></table>
Das Ganze nennt sich "Technische Erlaubnis" und stellt sicher, dass jeweils nur von einer Seite Züge in den eingleisigen Abschnitt eingelassen werden können.

<table width="90%" cellspacing="1" cellpadding="3" border="0" align="center"><tr> <td><span class="genmed">Zitat:</span></td></tr><tr><td class="quote">...und vor allem, wie übersetze ich das - elegant - in BAHN? </tr></td></table>
Eine einfache Lösung bestände darin, den eingleisig befahrenen Streckenabschnitt durch eine zusätzliche Signalanlage wie eine eingleisige Strecke zu sichern und diese Abhängigkeit zusätzlich in die Signale, die die Einfahrt in besagten Abschnitt regeln sollen, einzubauen. Möglich sind natürlich auch Lösungen, bei denen mehrere Züge der selben Richtung einander folgen können oder dies bei "Stau" aus der anderen Richtung wieder unterbunden wird. Hierzu gibt es ja ein paar Demo-Netze, in denen derartige Dinge gezeigt werden.

MfG Jan
- schöner leben ohne nazis -
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