Guten Tag,
Dierk Nüchtern hat geschrieben:
Das heißt nun was genau?
Das weiß niemand außer spezialisierten Juristen - und auch dort gilt "3 Juristen - 4 Meinungen". Genau das ist eines der größten Probleme der DSGVO. Es gibt hunderte Artikel und Diskussionen dazu, und jeder behauptet etwas anderes. Das geht nun schon seit Jahren so.
Dierk Nüchtern hat geschrieben:
Du darfst eigentlich unsere Daten nicht mehr speichern obwohl Du ja eine Firma betreibst?
Man darf speichern, aber mit hohem Aufwand. Möglichst ohne Internet-Verbindung, bzw. mit allen möglichen Sicherungen und Kodierungen dazwischen. Jede Änderung ist zu protokollieren. Es muß ein Mitarbeiter da sein, der für den Datenschutz verantwortlich ist. Es muß möglich sein, kurzfristig jedermann Auskunft geben zu können, welche Daten über ihn gespeichert sind. Ich kann also z.B. nicht länger als 3 Tage Urlaub machen.
Bisher habe ich die Update-Info als "Opt Out" gehandhabt. D.h. ich habe sie jedem Nutzer zugesendet, von dem ich eine E-Mail-Adresse hatte und der für die vorige Version registriert war (manchmal auch noch für ältere). Wer das nicht wollte, hat es mir mitgeteilt, und dann habe ich es nicht gemacht. Von einigen habe ich auch auf ausdrücklichen Wunsch überhaupt nichts gespeichert - dann geht natürlich auch kein ermäßigtes Update und kein wiederholtes Senden eines verlorenen Passworts.
Dieses "Opt Out" ist nicht mehr statthaft. Es geht nur noch "Opt In", d.h. der Nutzer muß ausdrücklich bestätigen - und zwar jedes Mal - was ich von ihm speichern darf und wie ich es verwenden darf. Und ich muß diese Info ebenfalls speichern, in einer zuverlässigen Weise, sodaß ich es ggf. bei einer Überprüfung durch einen Datenschützer auch nachweisen kann. Von den allermeisten Nutzern habe ich keine solche Bestätigung, und wo ich sie habe, ist sie nicht in praktikabler Weise gespeichert, sondern steht eben irgendwo in einer von hunderten E-Mails oder Briefen, und sie ist vielleicht schon viele Jahre alt und könnte später längst widerrufen worden sein - also im Grunde wertlos.
Möglich ist das alles, aber der Aufwand steht in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen. Im Sommer 2018 sind deshalb etliche Webseiten (vor allem mit Fotos) und Internetforen verschwunden - darunter viele kleine nichtkommerzielle. Die großen Datensauger-Firmen wurden dagegen kaum davon berührt.
Grüße,
Jan B.