Nun, es gibt eigentlich zwei Prägungen für den Begriff Stadtbahn in Deutschland. Zum einen wurde in Berlin die "Stadtbahn" gebaut - also eigentlich eine Eisenbahn, die mitten durch die Innenstadt gebaut wurde und später einen hohen Stellenwert im Nahverkehr hatte. Hieraus wurde dann die Berliner S-Bahn.
Das zweite Mal kam der Begriff Stadtbahn dann in den 60er Jahren auf. Hier wurde allerdings eine Bahn bezeichnet, die größtenteils auf unabhängiger Trasse die Stadtzentren untereinander bzw. mit den Vororten verbindet. Merkmale z.B. der Stadtbahn Rhein-Ruhr sind und waren die Unabhängigkeit vom MIV, Hohe Geschwindigkeiten, neue und breitere Fahrzeuge (2,65m) u.v.m. Die Streckentrassierung gleicht vielerorts einer U-Bahn. So gibt es mittlerweile 3 typische Trassierungselemente: Tunnel/Einschnitt, Viadukte/Bahndämme, ebenerdig Kreuzungsfrei. Viele Strecken sind so angelegt, dass die Bahnen mit hohen Geschwindigkeiten unabhängig fahren können. Da man allerdings nicht auf die Straßenbahnen verzichten konnte und der Stadtbahnbau nicht so zügig durchzusetzen war, hat man beschlossen, dass die Stadtbahnlinien auch teilweise Straßenbahnstrecken mitbenutzen. Der Grundgedanke der Stadtbahn war eben ein Schnellverkehr, der zwar U-Bahn-Charakter hat, aber eben auch noch Straßenbahnstrecken einbeziehen kann.
Die klassischen Stadtbahnsysteme zeichnen sich einfach folgendermaßen aus: Fahrzeuge von 2,30 - 2,65 mit Hochbahnsteigen, Tunnel- oder Hochbahnabschnitte, ansonsten überwiegend eigener Bahnkörper. Die Strecken sind allerdings (fast) alle für U-Bahn-ähnliche Fahrzeuge (2,65m breit) ausgelegt - selbst Bielefeld! Sprich: Die Stadtbahnlinien habe gegenüber der Straßenbahn einige Qualtiätsvorteile, alleine schon durch den fast überall gegebenen niveaugleichen Einstieg. Deutschland hat gewissermaßen eh nur wenige Stadtbahnen (Hannover, Bielefeld, Dortmund, Bochum, Essen/Mülheim, Duisburg/Düsseldorf, Köln, Bonn, Frankfurt und Stuttgart. Alles andere, z.B. die möchtegern Linien in Leipzig, sind nichts anderes als Straßenbahnen, die ein wenig beschleunigt werden! Diese Linien weisen nur annähernd Stadtbahnmerkmale auf und haben mit den klassischen Systemen nix zu tun!
Der Begriff Stadtbahn wird heute leider immer wieder missbraucht, wenn man von Straßenbahnen spricht. Für viele sind Straßenbahnen immer noch die alten, rumpeligen, unmodernen Vehikel! Da hört sich Stadtbahn besser an. Aber von der Bezeichnung her, ist der Begriff bei vielen Städten nicht angebracht!
Bauplanung für Wandnetz Neustadt
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Re: Bauplanung für Wandnetz Neustadt
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Re: Bauplanung für Wandnetz Neustadt
zu eurer info
<p><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Quote:</font><hr>Im Tram-Tunnel zum Bahnhof
Stadtspitze hat sich für unterirdische Lösung entschieden - Kosten: 65 Millionen Euro
Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Faulhaber
Geht es nach den Vorstellungen von OB Paul Wengert, dann wird der Hauptbahnhof schon bald zur Großbaustelle. Doch das Projekt „Mobilitätsdrehscheibe Hauptbahnhof“ besteht bisher nur aus Plänen: Die Spitzen von Stadt und Stadtwerken haben sich jetzt auf eine Variante geeinigt. Danach sollen die Straßenbahnen nicht ebenerdig, sondern in einem Tunnel zum Bahnhofsgebäude geführt werden. Die Passagiere steigen unterirdisch aus und gelangen so direkt zum Bahnsteigtunnel. 2008, so der OB, soll das Riesenprojekt abgeschlossen sein.
Bis zum Beginn des Regio-Schienen-Taktes (ab 2008) soll der Bahnhof den neuen Erfordernissen angepasst und umgebaut werden, so der OB. Dazu gehören breitere Bahnsteige, ein barrierefreier Zugang, der seit Jahren geforderte Zugang zum Westen und eben eine optimale Verzahnung von Straßenbahn und Zügen. Ein Stadtratsbeschluss dazu existiert noch nicht, aber gestern präsentierten OB und Stadtwerkechef Norbert Walter die aktuelle, vom Münchner Büro Obermeyer ausgearbeitete Variante, die Regenbogen und die Stadtwerke nun favorisieren. Im Gegensatz zu der ursprünglich von Walter avisierten Lösung, die die Straßenbahnen oberirdisch zum Hauptbahnhof hinführt („Das wäre die einfachste und günstigste Lösung gewesen“), sieht die Stadtspitze nun einen Tunnel vor, um einen „Verkehrs-Kollaps“ (Wengert) auf dem Platz zu verhindern. Laut Walter hat auch die Denkmalpflege die „freie Sicht“ auf das historische Bahnhofsgebäude gefordert.
Und das ist jetzt geplant: Jeweils in der Prinzregenten-, Viktoria- und Halderstraße sollen die Trams ( auch über die neu geplante Linie in der Prinzregentenstraße) mittels Rampen in den Untergrund abtauchen. Unter dem Bahnhofsvorplatz liegt dann die Station. Über Rolltreppen gelangen die Fahrgäste dann zum Mitteltunnel unterm Bahnhof. Von dort gibt es Aufzüge und Rolltreppen hinauf zu den Bahngleisen.
„Wir dürfen uns nicht mit Klein-Klein-Lösungen abgeben“, so Wengert. Um den großen Wurf zu schaffen, bedarf es „härtester Verhandlungen mit den Partnern“ Bund, bayerisches Wirtschaftsministerium, Bahn und Stadtwerken. Die Kosten für das Tunnel-Projekt beziffert Walter auf 65 Millionen. Er hofft auf eine Zuschussquote von 70 Prozent.
Noch weitgehend unklar ist die Tram-Anbindung im Westen. Zwar soll ein Fußgängertunnel bis zum Sebastian-Buchegger-Platz durchgezogen werden. Mit einer neuen Erschließungsstraße soll auf den jetzt noch der Bahn-Tochter DB Cargo gehörenden Rangierflächen eine Tramstation errichtet werden. „Das alles hängt davon ab, ob die Bahn ihre Flächen abgibt“, so Walter. Doch in den nächsten zehn Jahren rechnet er nicht damit.
Im Regenbogen soll eine Entscheidung zu der neuen Planung am 8. Dezember fallen. Zuvor werden am Freitag, 5. Dezember, die Bürger bei einem Hearing im Moritzsaal (14 Uhr) über alle Varianten informiert.
<hr></blockquote></p>

Stadtspitze hat sich für unterirdische Lösung entschieden - Kosten: 65 Millionen Euro
Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Faulhaber
Geht es nach den Vorstellungen von OB Paul Wengert, dann wird der Hauptbahnhof schon bald zur Großbaustelle. Doch das Projekt „Mobilitätsdrehscheibe Hauptbahnhof“ besteht bisher nur aus Plänen: Die Spitzen von Stadt und Stadtwerken haben sich jetzt auf eine Variante geeinigt. Danach sollen die Straßenbahnen nicht ebenerdig, sondern in einem Tunnel zum Bahnhofsgebäude geführt werden. Die Passagiere steigen unterirdisch aus und gelangen so direkt zum Bahnsteigtunnel. 2008, so der OB, soll das Riesenprojekt abgeschlossen sein.
Bis zum Beginn des Regio-Schienen-Taktes (ab 2008) soll der Bahnhof den neuen Erfordernissen angepasst und umgebaut werden, so der OB. Dazu gehören breitere Bahnsteige, ein barrierefreier Zugang, der seit Jahren geforderte Zugang zum Westen und eben eine optimale Verzahnung von Straßenbahn und Zügen. Ein Stadtratsbeschluss dazu existiert noch nicht, aber gestern präsentierten OB und Stadtwerkechef Norbert Walter die aktuelle, vom Münchner Büro Obermeyer ausgearbeitete Variante, die Regenbogen und die Stadtwerke nun favorisieren. Im Gegensatz zu der ursprünglich von Walter avisierten Lösung, die die Straßenbahnen oberirdisch zum Hauptbahnhof hinführt („Das wäre die einfachste und günstigste Lösung gewesen“), sieht die Stadtspitze nun einen Tunnel vor, um einen „Verkehrs-Kollaps“ (Wengert) auf dem Platz zu verhindern. Laut Walter hat auch die Denkmalpflege die „freie Sicht“ auf das historische Bahnhofsgebäude gefordert.
Und das ist jetzt geplant: Jeweils in der Prinzregenten-, Viktoria- und Halderstraße sollen die Trams ( auch über die neu geplante Linie in der Prinzregentenstraße) mittels Rampen in den Untergrund abtauchen. Unter dem Bahnhofsvorplatz liegt dann die Station. Über Rolltreppen gelangen die Fahrgäste dann zum Mitteltunnel unterm Bahnhof. Von dort gibt es Aufzüge und Rolltreppen hinauf zu den Bahngleisen.
„Wir dürfen uns nicht mit Klein-Klein-Lösungen abgeben“, so Wengert. Um den großen Wurf zu schaffen, bedarf es „härtester Verhandlungen mit den Partnern“ Bund, bayerisches Wirtschaftsministerium, Bahn und Stadtwerken. Die Kosten für das Tunnel-Projekt beziffert Walter auf 65 Millionen. Er hofft auf eine Zuschussquote von 70 Prozent.
Noch weitgehend unklar ist die Tram-Anbindung im Westen. Zwar soll ein Fußgängertunnel bis zum Sebastian-Buchegger-Platz durchgezogen werden. Mit einer neuen Erschließungsstraße soll auf den jetzt noch der Bahn-Tochter DB Cargo gehörenden Rangierflächen eine Tramstation errichtet werden. „Das alles hängt davon ab, ob die Bahn ihre Flächen abgibt“, so Walter. Doch in den nächsten zehn Jahren rechnet er nicht damit.
Im Regenbogen soll eine Entscheidung zu der neuen Planung am 8. Dezember fallen. Zuvor werden am Freitag, 5. Dezember, die Bürger bei einem Hearing im Moritzsaal (14 Uhr) über alle Varianten informiert.
<hr></blockquote></p>
Re: Bauplanung für Wandnetz Neustadt
in augsburg haben wir übrigens ein echtes stadtbahnsystem
die neuen strecken haben ausschließlich eigene trassen, die umgebauten soweit es baulich irgend möglich ist auch (da die stadtwerke auch nur dafür geld von der stadt erhalten laut gesamtverkehrsplan) und unser 42 meter langer combino der auch mit diesel fahren kann dehnt sich zusehens ins umland aus auf denen neuen linien 5 und 6 bzw auf den stark erweiterten linien 1-4



Re: Bauplanung für Wandnetz Neustadt
ach doch und da in augsburg stadt und dem landkreis 900 000 menschen leben ist natürlich eine stadtbahn nicht ausreichend. daher wird eine sbahn eingeführt (nach langer csu herrschaft hat sich die neue rot grüne stadtregierung dem thema gleich angenommen) zusammen mit der konsequenten beschleunigung.
übrigens stadtbahn hin oder her, wir haben auf ALLEN linien werktags einen echten 5 minuten takt, das bedeutet im innenstadtbereich bei vielen haltepunkten an denen sich linien kreuzen wörtlich einen 1-minütigen takt. WELCHE deutsche stadt kann sowas vorweisen?
übrigens stadtbahn hin oder her, wir haben auf ALLEN linien werktags einen echten 5 minuten takt, das bedeutet im innenstadtbereich bei vielen haltepunkten an denen sich linien kreuzen wörtlich einen 1-minütigen takt. WELCHE deutsche stadt kann sowas vorweisen?

Re: Bauplanung für Wandnetz Neustadt
hm die busse habe ich nicht mitgezählt
)
solche projekte sind unzeitgemäß und typisch union, erst garnich drüber aufregen solang die ncih abgewählt werden sind die nicht abzubringen

solche projekte sind unzeitgemäß und typisch union, erst garnich drüber aufregen solang die ncih abgewählt werden sind die nicht abzubringen
Re: Bauplanung für Wandnetz Neustadt
doch das is bei uns auch so, nennt man brechung der buslinien. es gibt 6 park and ride plätze verteilt ums stadtgebiet an denen regionalbusse gebrochen werden (also man umsteigen muss in die bahn) um die großflächigen stadtteile öpnv technisch abzudecken bei denen sich ne bahn nie und nimer lohnen würde braucht man aber leider immer noch stadtbusse...
Re: Bauplanung für Wandnetz Neustadt
ich hab bei google nach infos über stadtbahnen von anderswo gesucht und das hier gefunden ^ ^
Re: Bauplanung für Wandnetz Neustadt
<p><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Quote:</font><hr>
in augsburg haben wir übrigens ein echtes stadtbahnsystem die neuen strecken haben ausschließlich eigene trassen, die umgebauten soweit es baulich irgend möglich ist auch (da die stadtwerke auch nur dafür geld von der stadt erhalten laut gesamtverkehrsplan) und unser 42 meter langer combino der auch mit diesel fahren kann dehnt sich zusehens ins umland aus auf denen neuen linien 5 und 6 bzw auf den stark erweiterten linien 1-4
<hr></blockquote></p>
Nun gut, dann wollen wir mal kurz diese Argumentation entkräften:
Von einem Stadtbahnnetz spricht man, wenn ein Großteil der unten genannten Eigenschaften zutrifft. Viele Städte bezeichnen ihre Strassenbahnnetze als Stadtbahnen, dies war ein Euphämismus der Verkehrsgesellschaften, die den "antiquierten" Begriff der "Straßenbahn" vermeiden wollten. Somit zählen auch die Netze von Braunschweig, Freiburg, Dresden, Leipzig (u.v.a.m) nicht als Stadtbahnen. Auch Niederflurstadtbahnen zähle ich nicht unter die Stadtbahnen, das sind Straßenbahnnetze, bei denen einzelne Streckenstücke unterirdich verlaufen. Nun zu den Eigenschaften:
Zweirichtungsbauweise: nicht vorhanden, nur eine Stelle dafür geeignet (Senkelbach), wird im Linienverkehr nicht genutzt
höhere Fahrzeugbreite: Bei richigen Stadtbahnen 2,65m, Ausnahmen: Bielefeld (2,30m), Hannover (2,40m). In Augsburg sind die Combinos, M8C 2,30m breit, die GT4 (ex Stuttgart) und GT8 nur 2,20m breit...
höhere Wagenkastenlänge: Bei den Typen B8, Ux sowie Dt8.x der fall, Augsburg hat aber gar keine Stadtbahnen, somit fällt dieser Punkt flach...
Im Innenbereich unterirdisch: Nun ja, Augsburg hat keinen Tunnel, und ehrlich gesagt, ich glaube nicht wirklich daran, dass da jemals einer sein wird (frühere Projekte wurden wegen den historischen Trümmer unter der Innenstadt fallen gelassen, warum also jetzt...).
Hochbahnsteige für niveaugleichen Einstieg: Nun ja, bei Nieferflur entfällt das, also wieder keine Stadtbahn...
Führung größtenteils auf eigener Strecke: Ich zähle mal die Strecken auf, die nicht auf eigener Spur verlaufen:
Linie 1:
Lechhausen Brücke - Lechhausen Schlößle (1 Hst)
Rathausplatz - eine Hst. vor Jakober Tor (1 Hst)
Königsplatz - 100m nach der Frohsinnstr. (1 Hst)
Göggingen - ??? (3 Hst.)
Linie 2:
Rathausplatz - Oberhausen Bhf (6 Hst)
Kriegshaber - Neusäßer Str. (1 Hst)
(ist fast die ganze Strecke)
Linie 3:
Hauptbahnhof - eins vor Bgm.-Bohl-Str.
(3 Hst)
Bgm.-Bohl-Str - eins vor Endst. (3-x Hst, weiss ich jetzt nicht genau auswendig)
Linie 4:
Wertachbrücke - Bärenwirt (2 Hst).
Das macht besonders bei der Linie 2 weit mehr als 50% der Linienstrecke aus - am vollständigsten ist die Linie 4 auf eigener Trasse...
In dieser Übersicht habe ich die Strecke der Linie 2 zwischen Fischertor und Senkelbach ausgelassen, wo die Bergaufrichtung ca. 400 Meter lang eine eigene Spur aufweist...
Wagen mit besonders langem Wagenkasten: Nun ja, das kann man von den Combinos nicht behaupten
frag Dierk Nüchtern, der kann dir noch weitere Gründe aufzählen,w arum Augsburg keine Stadtbahn hat und niemals eine haben wird. das Modell von damals wird heute eh nicht mehr neu gebaut. Ja, ich bin ein Augsburger, und ich bin stolz darauf, das wir eine Strassenbahn haben
Ach ja, wäre schön, wenn du dich hier anmelden würdest, dann könnte man Antworten besser an dich richten...
P.S.: Der Artikel findet sich unter http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/sptnid,982700264207_regid,2_arid,1069993557006.html
in augsburg haben wir übrigens ein echtes stadtbahnsystem die neuen strecken haben ausschließlich eigene trassen, die umgebauten soweit es baulich irgend möglich ist auch (da die stadtwerke auch nur dafür geld von der stadt erhalten laut gesamtverkehrsplan) und unser 42 meter langer combino der auch mit diesel fahren kann dehnt sich zusehens ins umland aus auf denen neuen linien 5 und 6 bzw auf den stark erweiterten linien 1-4
<hr></blockquote></p>
Nun gut, dann wollen wir mal kurz diese Argumentation entkräften:
Von einem Stadtbahnnetz spricht man, wenn ein Großteil der unten genannten Eigenschaften zutrifft. Viele Städte bezeichnen ihre Strassenbahnnetze als Stadtbahnen, dies war ein Euphämismus der Verkehrsgesellschaften, die den "antiquierten" Begriff der "Straßenbahn" vermeiden wollten. Somit zählen auch die Netze von Braunschweig, Freiburg, Dresden, Leipzig (u.v.a.m) nicht als Stadtbahnen. Auch Niederflurstadtbahnen zähle ich nicht unter die Stadtbahnen, das sind Straßenbahnnetze, bei denen einzelne Streckenstücke unterirdich verlaufen. Nun zu den Eigenschaften:
Zweirichtungsbauweise: nicht vorhanden, nur eine Stelle dafür geeignet (Senkelbach), wird im Linienverkehr nicht genutzt
höhere Fahrzeugbreite: Bei richigen Stadtbahnen 2,65m, Ausnahmen: Bielefeld (2,30m), Hannover (2,40m). In Augsburg sind die Combinos, M8C 2,30m breit, die GT4 (ex Stuttgart) und GT8 nur 2,20m breit...
höhere Wagenkastenlänge: Bei den Typen B8, Ux sowie Dt8.x der fall, Augsburg hat aber gar keine Stadtbahnen, somit fällt dieser Punkt flach...
Im Innenbereich unterirdisch: Nun ja, Augsburg hat keinen Tunnel, und ehrlich gesagt, ich glaube nicht wirklich daran, dass da jemals einer sein wird (frühere Projekte wurden wegen den historischen Trümmer unter der Innenstadt fallen gelassen, warum also jetzt...).
Hochbahnsteige für niveaugleichen Einstieg: Nun ja, bei Nieferflur entfällt das, also wieder keine Stadtbahn...
Führung größtenteils auf eigener Strecke: Ich zähle mal die Strecken auf, die nicht auf eigener Spur verlaufen:
Linie 1:
Lechhausen Brücke - Lechhausen Schlößle (1 Hst)
Rathausplatz - eine Hst. vor Jakober Tor (1 Hst)
Königsplatz - 100m nach der Frohsinnstr. (1 Hst)
Göggingen - ??? (3 Hst.)
Linie 2:
Rathausplatz - Oberhausen Bhf (6 Hst)
Kriegshaber - Neusäßer Str. (1 Hst)
(ist fast die ganze Strecke)
Linie 3:
Hauptbahnhof - eins vor Bgm.-Bohl-Str.

Bgm.-Bohl-Str - eins vor Endst. (3-x Hst, weiss ich jetzt nicht genau auswendig)
Linie 4:
Wertachbrücke - Bärenwirt (2 Hst).
Das macht besonders bei der Linie 2 weit mehr als 50% der Linienstrecke aus - am vollständigsten ist die Linie 4 auf eigener Trasse...
In dieser Übersicht habe ich die Strecke der Linie 2 zwischen Fischertor und Senkelbach ausgelassen, wo die Bergaufrichtung ca. 400 Meter lang eine eigene Spur aufweist...
Wagen mit besonders langem Wagenkasten: Nun ja, das kann man von den Combinos nicht behaupten

frag Dierk Nüchtern, der kann dir noch weitere Gründe aufzählen,w arum Augsburg keine Stadtbahn hat und niemals eine haben wird. das Modell von damals wird heute eh nicht mehr neu gebaut. Ja, ich bin ein Augsburger, und ich bin stolz darauf, das wir eine Strassenbahn haben

Ach ja, wäre schön, wenn du dich hier anmelden würdest, dann könnte man Antworten besser an dich richten...
P.S.: Der Artikel findet sich unter http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/sptnid,982700264207_regid,2_arid,1069993557006.html